Aktionsaufruf: Internationales Zeichen gegen das Sterben auf den Fluchtrouten setzen

Der Verein „Menschenkette für Menschenrechte“ initiiert am Samstag, 18. September 2021 eine internationale Aktion, um ein Zeichen für Menschlichkeit und gegen das Sterben auf den Fluchtrouten zu setzen. An diesem Tag soll eine Menschenkette von Norddeutschland bis zum Mittelmeer und damit durch Deutschland, Österreich und Italien führen. Die internationale Aktion will für ein humanes Europa, für Menschenrechte und Solidarität mit Seenotretterinnen und Flüchtenden eintreten.

Für Interessierte aus Ibbenbüren und Umgebung ist geplant sich in Bad Oeynhausen zu 12 Uhr anzuschließen. Der Treffpunkt mit den Organisatoren vor Ort ist um 11.15 Uhr vor dem Bahnhof Bad Oeynhausen.

Weitere Informationen, sowie Anreisehinweise entnehmen sind dem Aktionsflyer zu entnehmen.
Rettungskette für Menschenrechte-Flyer

Mehrsprachiges Kinderbuch zur Stärkung von Kindern mit Flüchtlingshintergrund

Geflüchtete Kinder und ihre Familien machen auf ihrer Flucht Erfahrungen und erleben Situationen, die tiefgehende und schmerzende Erinnerungen hinterlassen. Die Schrecken der Flucht begleiten vor allem die Kinder im täglichen Leben und können diese langfristig belasten. Am Universitätsklinikum ist in Kooperation mit Psychologen, Psychosomatikern und Kinderpsychiatern ein Kinderbuch entstanden, das helfen soll, die Kräfte von Kindern mit Fluchterfahrung zu stärken und diese gemeinsam mit Eltern und Helfern zu fördern.

Das vom Uniklinikum, Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie herausgegebene Kinderbuch ist in den Versionen Deutsch-Arabisch, Deutsch-Dari/Persisch, Deutsch-Englisch und Deutsch-Kurdisch (Kurmancî) erhältlich und wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen des Projektes „Psychosoziale Auswirkungen der Flüchtlingssituation und Versorgungsansätze für traumatisierte Flüchtlinge und belastete Helfer“ gefördert.

Karims Geschichte soll geflüchteten Kindern und ihren Familien als niederschwellige Psychoedukation dienen. Beim (Vor-) Lesen soll Kindern das Gefühl vermittelt werden, nicht allein mit ihrer Situation der Flucht und den daraus folgenden Belastungen zu sein. Auch Anregungen zur Bewältigung von Ängsten und von Belastungen durch Erinnerungen an die Flucht können durch die Geschichte und die zusätzlichen Mitmachseiten gegeben werden. Am Ende des Buches werden Belastungsreaktionen bei Kindern auch für erwachsene Betreuungspersonen erklärt, wodurch eine weitere Hilfestellung im Umgang mit den betroffenen Kindern gegeben werden soll.

Handlung

Aufgrund von Krieg und Gewalt muss Karim mit seinen Eltern und seiner Schwester Yara aus seinem Heimatland fliehen. Die Erlebnisse auf der Reise nach Europa sind neu, unheimlich und machen ihm und der Familie starke Angst. In dem neuen Land finden Karim und Yara sich zwar schnell zurecht und schließen neue Freundschaften – die Schrecken der Flucht begleiten die Kinder jedoch im täglichen Leben. Ob in der Schule, in der Nacht oder bei Ausflügen mit der Familie: die Ängste holen Karim und Yara ein. In diesem Buch erzählt Karim von seiner Flucht, der ersten Zeit im neuen Land und was ihm hilft, mit den Erinnerungen umzugehen und Momente der Angst zu überwinden. Weitere Informationen zum bereits 2017 erschienenen Buch und einen ersten Einblick erhalten Sie hier: Kinderbuch_Expose

Film „Schaffen wir das?“ zu 5 Jahren Erfahrung mit „Alt & Jung – Chancenpatenschaften“

Auf die Frage „Schaffen wir das?“ geben ältere Engagierte und junge Menschen mit Fluchtgeschichte eine eindeutige Antwort. Seit 2016 stiftet die BaS Patenschaften zwischen Seniorinnen und Senioren sowie jungen Geflüchteten. Ein Film zum BaS-Projekt „Alt & Jung – Chancenpatenschaften“ zeigt Erfahrungen aus Arnsberg und Hanau. Die Dokumentation mit dem Titel „Schaffen wir das?“ macht Patenschaften zwischen älteren, lebenserfahrenen und jüngeren, geflüchteten Menschen anschaulich. Im Laufe von fünf Jahren konnten im BaS-Projekt mehr als 2.500 solcher Verbindungen geschaffen werden. Die 20-minütige Produktion ist unter Corona-Bedingungen entstanden. Sie zeigt neben Eindrücken zum Gedenktag der rassistischen Hanau-Morde die vielfältigen und Mut machenden Erfahrungen in diesem Projekt. Der Film wurde am 1. Juni beim Aktionstag des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ des BMFSFJ erstmals öffentlich gezeigt.

Weitere Informationen auf der Website der BaS

BaS-Film-Patenschaften-21

Der missio-Truck kommt

„Menschen auf der Flucht” – die multimediale Ausstellung in Ibbenbüren vom 13. bis 15. September 2021

Organisiert vom Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ibbenbüren und dem Caritasverband Tecklenburger Land e.V, in Kooperation mit der Familienbildungsstätte und dem Mehrgenerationenhaus Ibbenbüren und dem Begegnungszentrum Ibbenbüren e.V..

Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Dürre, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo werden die Besucherinnen und Besucher durch die multimediale Ausstellung im missio-Truck „Menschen auf der Flucht” für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisiert. Multimediale Elemente sollen helfen, verschiedene Situationen und Stationen einer Flucht nachzuvollziehen.

Anmeldungen für Führungen und Workshops nehmen die Ansprechpartner*innen Markus Weiligmann, Tel.: 05451-5002-75 oder Barbara Berardis Tel.: 05451-545887- 16 entgegen.

Voraussichtlicher Standort: Kirchplatz an der Christuskirche, Ibbenbüren

der missio truck kommt

1000 Ferienwochen für Familien aus NRW in Familienferienstätten

Start der Familienerholung in NRW

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration hat als Würdigung und Anerkennung der herausragenden Leistungen von Familien in der Zeit der Pandemie ein Sonderprogramm zur Förderung von Familienerholungswochen in gemeinnützigen Familienferienstätten aufgelegt.

Damit können interessierte Familien mit geringem Einkommen aus Nordrhein-Westfalen ab sofort eine Woche Familienurlaub in einer Familienferienstätte über einen Reisedienst eine Ferienwoche buchen. In der Ferienwoche enthalten sind Vollverpflegung und familienfreundliche Freizeitangebote. Auch die Anreisekosten per Bahn können übernommen werden.

Vielleicht kennen Sie in Ihrer Einrichtung Familien, für die dieses Angebot genau das richtige wäre. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie diese Familien ansprechen würden und sie auf das Angebot aufmerksam machen. Buchungen und Antworten auf viele Fragen, die sich bei einer Reiseplanung ergeben, können mit dem Reisedienst der Diakonie Ruhr Hellweg geklärt werden.

Flyer_Familienerholung NRW


Der Reisedienst ist erreichbar unter:

Webseite: www.familienerholung-nrw.de
Email: info@familienerholung-nrw.de

Telefon: 0800 0005627 (kostenfrei)
Ansprechperson: Axel Nickol
Nicolaistraße 2
59423 Unna

 

KatHo NRW forscht zu digitaler Suchtprävention für junge Geflüchtete

Die KatHo NRW (Katholische Hochschule NRW) sucht im Rahmen eines Forschungsprojekts zur digitalen Suchtprävention bei jungen Geflüchteten Teilnehmende aus Einrichtungen und Diensten, die einen Zugang zur Zielgruppe haben.

Im Rahmen der Förderinitiative zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) startete Anfang Februar 2019 das fünfjährige Verbundprojekt „PREPARE“ (Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen bei Geflüchteten). Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW beteiligt sich unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Klein mit dem Teilprojekt BePrepared an dem Verbund. In Kooperation mit dem Distributed Artifical Intelligence Laboratory der Technischen Universität Berlin entwickelt, erprobt und evaluiert das DISuP eine kultursensible Android-App zur indizierten Prävention von Suchterkrankungen bei problematischem Alkohol- und Cannabiskonsum. Die Zielgruppe von BePrepared sind junge Geflüchtete zwischen 18 und 28 Jahren aus den Herkunftsländern Afghanistan, dem Irak, Iran und Syrien.

Für eine Evaluation der App werden noch Teilnehmende gesucht! Ganz wichtig: Jede Person über 18 Jahre, der oder die ein Android-Telefon besitzt, kann die App kostenlos herunterladen und nutzen – unabhängig vom Herkunftsland oder Fluchthintergrund. Die BePrepared-App kann nach dem Download auf Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi oder Paschtu verwendet werden. Nähere Informationen sind zu erhalten bei Kathrin Wimmer (k.wimmer@katho-nrw.de)

Lokale Beratungsstelle zur Verbesserung der Arbeitssituation

Die Situation von Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Ost- und Südosteuropa ist bedingt durch die Corona Pandemie im vergangenen Jahr einer breiten Öffentlichkeit auch durch die Arbeit von Pfarrer Peter Kossen aus Lengerich bekannt und bewußt geworden. In der Fleischindustrie hat sich daraufhin einiges verändert. Ähnliche Arbeitssituationen gibt es aber auch in anderen Branchen.

Seit Anfang des Jahres gibt es nun im hiesigen Begegnungszentrum eine Beratungsstelle, die diese Personengruppe unterstützt.
https://begegnungszentrum-ibbenbueren.de/beratungsstelle-arbeit.html

Der durch Pfarrer Kossen und einigen Mitstreitern ins Leben gerufene Verein “Würde und Gerechtigkeit”, steht im engen Austausch mit dem Begegnungszentrum.
Für weitere Informationen zur Situation der Arbeitsmigrantinnen und -migranten: https://www.wuerde-gerechtigkeit.de/

Weitere Informationen, sowie Kontaktdaten für die Stadt Rheine, wo auch eine solche Beratung angeboten wird, finden sie in nachfolgendem Flyer:
flyer-beratungsstelle-arbeit-03_2021

Menschenkette von Hamburg bis Italien für September 2021 geplant

Die Initiator*innen der Aktion #HandinHand – Rettungskette für Menschenrechte planen am 18. September eine Menschenkette von Hamburg bis nach Italien. Damit wollen sie ein Zeichen setzen für Menschlichkeit und Menschenrechte sowie gegen das Sterben im Mittelmeer, verursacht durch die europäische Abschottungspolitik. Lokale Gruppen – also auch Organisierende der Interkulturellen Woche – können mitmachen und sich anmelden. Auch wenn Ihr Ort nicht auf der Route der Menschenkette liegt, können sie sich beteiligen. Alle Informationen finden Sie auf der Homepage der Aktion.

In wieweit die Aktion am 18.September unter coronakonformen Bedingungen stattfinden kann, ist noch zu klären.

Kreis Steinfurt startet Online-Serie: Auswirkungen von Corona auf die Psyche

Kreis Steinfurt startet Online-Serie für Betroffene und Interessierte am 19. Januar
Experten und Expertinnen informieren / Hotline am 20. Januar geschaltet

Kreis Steinfurt. Was macht die Corona-Pandemie mit Menschen, die ohnehin schon belastet sind, an Ängsten oder an Depressionen leiden? Wo können sie in dieser Zeit Unterstützung erhalten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um psychische Erkrankungen und Belastungen werden ab Dienstag, 19. Januar, in einer Online-Serie des Amtes für Soziales, Gesundheit und Pflege gegeben. Bis Ende März stellen Experten und Expertinnen regelmäßig psychiatrische Krankheitsbilder vor, beleuchten den besonderen Aspekt Corona und benennen entsprechende Beratungsangebote. Am Tag danach ist zum jeweiligen Thema eine Hotline geschaltet.

 

Die von Dr. Anke Bösenberg und Frank Winter initiierte und organisierte Serie umfasst acht Videos zu unterschiedlichen Themen und wird durch ein Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht. „Wir freuen uns über die Landesförderung für die Serie. Damit können wir die Personen erreichen, die durch Corona zusätzlich besonders belastet sind“, sagt Bösenberg. Winter, Psychiatrie- und Suchtkoordinator, hofft, dass dieses Angebot möglichst viele anspricht: „Bei manchen sind während der Pandemie Unterstützungs- und Kontaktmöglichkeiten komplett weggebrochen. Diesen wollen wir praxisnah und niederschwellig Informationen und Ansprechpartner bieten.“ Das Angebot ist kostenlos und richtet sich auch an Angehörige und Freunde, die Betroffenen helfen möchten.

 

Beim Auftakt am 19. Januar geht es um Psychosen. Das Video ist im Internet auf dem Youtube-Kanal des Kreises Steinfurt zu sehen. Die Hotline zum Thema ist am Mittwoch, 20. Januar, geschaltet unter der Telefonnummer 02551 692899. Dr. Bernward Siegmund und Dr. Frank Röhr sind zwischen 15 und 18 Uhr zu erreichen. Alle Gesprächspersonen unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht. Das Angebot ist kostenlos.

 

Die weiteren Termine und Themen:

 

  • 27. Januar – Angststörungen
  •   9. Februar – Depressionen
  • 16. Februar – Burnout
  • 23. Februar – Persönlichkeitsstörungen
  •   1. März – Hilfe und Unterstützung für psychisch Erkrankte Menschen im Kreis Steinfurt
  •   8. März – Posttraumatische Belastungsstörung
  • 22. März – Psychosomatische Erkrankungen

„Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“

Kreis Steinfurt startet Landesinitiative für junge Erwachsene mit einer Duldung oder Gestattung

Kreis Steinfurt. Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Steinfurt als geschäftsführende Stelle hat sich jetzt zum Auftakt der Landesinitiative “Durchstarten in Ausbildung und Arbeit” mit den Teilhabemanagerinnen, Teilhabemanagern und Coaches erstmals ausgetauscht.
Im Rahmen der Landesinitiative des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS NRW) und des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI NRW) werden vorrangig junge volljährige Geflüchtete mit einer Duldung oder Gestattung bei dem Weg in Ausbildung und Arbeit unterstützt, die keinen oder nur nachrangigen Zugang zu den Regelangeboten der Ausbildungs-, Arbeits- und Sprachförderung haben.
Nach einer Bedarfs- und Angebotsanalyse im Kreis Steinfurt mit den relevanten Akteuren wurden die Bausteine “Teilhabemanagement” und “Coaching” auf den Weg gebracht, die finanziell vom Land gefördert werden und mit einem Eigenanteil des Kreises Steinfurt bezuschusst werden. Das Teilhabemanagement beinhaltet unter anderem eine rechtskreisübergreifende Beratung und vermittelt bei Bedarf in weiterführende Angebote. Das Coaching soll den jungen Menschen durch eine niederschwellige Beratung und Betreuung neue Perspektiven aufzeigen und Ausbildungs- oder Beschäftigungsabbrüche verhindern.
Die Bausteine werden im Kreis Steinfurt von den Trägern Bildungsinstitut Münster e.V., Lernen fördern e.V., Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche e.V. und der Stadt Rheine an den Standorten Greven, Steinfurt, Lengerich, Ibbenbüren und Rheine durchgeführt. Die Beratungen können an den Standorten, aufsuchend oder telefonisch, stattfinden.
Die Resonanz zum Start ist positiv. Es konnten bereits Personen erreicht und bei verschiedenen Fragestellungen unterstützt werden, die aktuell keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Angeboten haben.
Weitere Informationen sowie Flyer und Kontaktdaten finden Interessierte auf der Seite des Kommunalen Integrationszentrums unter www.kreis-steinfurt.de/integration.