Fünf Jahre “wir schaffen das”

„Wir schaffen das“ – in wenigen Tagen jährt sich der längst „berühmt“ gewordene Satz der Bundeskanzlerin Angela Merkel aus dem sog. „Sommer der Migration“ zum fünften Mal.

Seither wurde tatsächlich viel geschafft! Anlass genug, Zwischenbilanz zu ziehen. Dies gelingt dem gleichnamigen Film „Wir schaffen das – eine Bilanz“ der Caritas in NRW, der viele unterschiedliche Akteure zu Wort kommen lässt.

Wir freuen uns, dass auch ein – toller – Beitrag aus dem Münsterland vertreten ist!

Reinschauen lohnt sich: https://www.youtube.com/watch?v=jdGEiuFp1pU

 

Corona-Warn-App: Umfangreiches Material in verschiedenen Sprachen vorhanden

Seit Dienstag, 16.6.20 steht die lang angekündigte Corona-Warn-App zum Download bereit. Die Corona-Warn-App, mit der Kontaktpersonen von Corona-Infizierten schnell und einfach gewarnt werden können, soll dabei helfen, Infektionsketten früh zu erkennen und die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Sie kann eine wichtige Stütze im Kampf gegen das Virus werden. Das Prinzip hinter der Corona-Warn-App ist einfach: Je mehr Leute sie nutzen, desto schneller lassen sich Infektionsketten unterbrechen. Damit die App ein Erfolg wird, braucht es tatkräftige Unterstützung – von Institutionen, Unternehmen, aber auch von Einzelnen, die möglichst viele Menschen erreichen.
 

Die Bundesregierung hat umfangreiches Material in verschiedenen Sprachen bereit gestellt, um über die App zu informieren und zu einer Teilnahme zu animieren. Sie finden die Unterlagen unter folgendem Link:
https://styleguide.bundesregierung.de/sg-de/basiselemente/programmmarken/corona-warn-app-baukasten/corona-warn-app-der-baukasten-fuer-unterstuetzerinnen-und-unterstuetzer-1756534#tar-1

Kirchen in NRW grüßen zum Beginn des Ramadan

Religionen stehen im Dienst des Friedens
NRW. Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan wenden sich die fünf katholischen (Erz-) Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2020 mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an die muslimischen Gläubigen und die Verantwortlichen in den muslimischen Gemeinschaften. Wie das christliche Osterfest, so steht auch der heute beginnende Fastenmonat Ramadan unter dem Eindruck der Corona-Pandemie.

Angesichts des schrecklichen rassistischen Anschlags in Hanau ruft das diesjährige Grußwort der Kirchen in NRW die Verpflichtung der Religionen ins Bewusstsein, gemeinsam Hass und Extremismus zu überwinden: “Unser Dienst an der Gemeinschaft muss also wesentlich ein Dienst des Friedens sein. Dazu müssen wir überwinden, was den Frieden stört, vor allem Ungerechtigkeit, Hass und Vorurteile.”

Mit Blick auf die zurückliegende christliche Fastenzeit und den beginnenden Fastenmonat Ramadan sei der Einsatz für den Frieden bleibende Aufgabe beider Religionen: “Er ist die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben und die größte Gabe, die wir einander zukommen lassen können. In der Bibel heißt es: ‘Suche Frieden und jage ihm nach!’ (Psalm 34, Vers 15). Und auch der Koran fordert auf, ‘Frieden unter den Menschen zu stiften’ (Sure 2, Vers 224).”

Als Beispiel, wie dies unter weitaus schwierigeren Bedingungen als in Deutschland gelingen kann, greift das Grußwort den unerschrockenen Einsatz von Muslimen und Christen für Versöhnung und Verständigung in der vom Bürgerkrieg zerrissenen Zentralafrikanischen Republik auf. “Da, wo wir Empathie, Solidarität und Freundschaft üben und wo wir uns gemeinsam der Ungerechtigkeit entgegenstellen, wirken wir am Werk des Friedens mit.”

Unterzeichner des Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).
> Das Grußwort im Wortlaut (PDF)

Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus Griechenland gefordert

Die vielfältigen Stimmen werden lauter, die eine Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus den hoffnungslos überfüllten Flüchtlingscamps in Griechenland fordern. in letzter Zeit setzen sich Freiwilligen-Gruppen in Kirche und Zivilgesellschaft im Einzugsgebiet des Bistums Münster verstärkt für die Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus den Camps der griechischen Inseln ein.

Die Wohlfahrtsverbände in Nordrhein-Westfalen fordern sofortige Hilfe für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche in griechischen Flüchtlingslagern, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der freien Wohlfahrtspflege in NRW. „Die Bilder von durchnässten, frierenden, oft kranken und unversorgten Kindern sind unerträglich – hier muss gehandelt werden“, forderte der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Dr. Frank Johannes Hensel. Die Situation sei dramatisch und eine Herausforderung für alle, die sonst immer die westlichen Werte betonen. Kindern und Jugendlichen, die Angehörige in Deutschland haben, solle die sofortige Einreise erlaubt werden. Auch für Kinder ohne Angehörige müsse eine Lösung gefunden werden. „Wir können und müssen die Schwächsten da rausholen“, forderte Hensel.

Zudem: eine aktuelle Presseerklärung der Landesflüchtlingsräte und Pro Asyl zum Thema.

Gesichter einer Flucht – Ausstellung in Gelsenkirchen oder als Wanderausstellung

Rennen, laufen, hetzen über Tage, Wochen und Monate – ums reine Überleben. Weltweit fliehen mehr als 60 Millionen Menschen vor Not, Krieg und Terror. Die Hälfte davon sind Kinder. Irgendwo wird ihre Flucht vorerst ein Ende finden. Vielleicht in unserer Stadt, in unserer Nachbarschaft.

Schauen wir sie an? Freundlich, offen, neugierig?
Schauen wir weg? Gleichgültig, ablehnend, hassend?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schau mich an. Offen und mutig zeigen Asylsuchende ihre Gesichter und erzählen ihre Geschichte: Wer sie sind, warum sie fliehen mussten und was sie unterwegs erlebt haben. Wie es ihnen in Deutschland und in unserer Stadt geht.
Auch Deutsche erlebten im Zweiten Weltkrieg und in der DDR Flucht und Vertreibung. Sie berichten, wie es damals war und wie sich diese Ereignisse auf ihr Leben auswirkten.

Schicksale, die berühren und die unsere Augen für das Trauma von Krieg, Terror und Flucht öffnen:
Schau, ein Mensch.

11.12.19 – 31.01.20
RE/init e.V.
Feldhofstr. 1
45879 Gelsenkirchen
mo – fr: 08:00 – 16:00 Uhr
außer: 23. – 31.12.2019
Gruppen und Schulklassen sind herzlich willkommen – kurze Anmeldung erwünscht unter gesicht-einer-flucht@gmx.de

 

Die Ausstellung „Schau mich an – Gesicht einer Flucht“ wird gegen eine Gebühr verliehen. Die Übergabe der Ausstellung organisieren die Ausleiher*innen in der Regel selbständig. Bitte messen Sie ab, ob die Transportkisten in Ihr Auto passen (Vier Kisten: L: 100 cm x B: 44 cm x H: 30 cm). Bei weiten Entfernungen organisieren wir kostengünstig den Transport per Spediton für Sie. Sollte es keinen Anschlusstermin geben, erfolgt die Rückgabe vereinbarungsgemäß an uns.

Möchten Sie die Ausstellung in Ihre Stadt holen? Bitte schicken Sie uns eine Buchungsanfrage.

Weitere Informationen finden Sie auch in dem Flyer Wanderausstellung Schau mich an – Gesicht einer Flucht[1].

Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2019

„Wachstumsschritt in Richtung eines friedlichen Miteinanders“

In einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, zur Teilnahme an der 44. Interkulturellen Woche ein. Sie findet vom 22. bis 29. September 2019 statt und steht unter dem Leitthema: „Zusammen leben, zusammen wachsen“. Geplant sind mehr als 5.000 Veranstaltungen an über 500 Orten im gesamten Bundesgebiet.

In ihrem Gemeinsamen Wort heben die drei Vorsitzenden hervor, dass das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher kultureller Prägung für alle Beteiligten die Chance zum persönlichen Wachstum biete: „Zunächst einmal wachsen wir, indem wir uns von unserem ‚fremden‘ Gegenüber eine Welt eröffnen lassen, die uns bislang unbekannt war. Das Erlernen einer anderen Sprache erschließt uns eine andere Mentalität und lässt uns eine andere Kultur lebendig werden. Der Dialog mit Angehörigen anderer Kulturen und Religionen erweitert unseren Horizont.“ Darüber hinaus lenken Kardinal Marx, Landesbischof Bedford-Strohm und Metropolit Augoustinos den Blick auf das Leitbild menschlicher Größe, das im Evangelium zum Ausdruck komme. Es bestehe darin, „andere in ihrem Anders-Sein wahrzunehmen, sie sogar in Demut höher einzuschätzen als sich selbst und ihnen dabei echtes Wohlwollen entgegenzubringen“.

Die Vorsitzenden machen darauf aufmerksam, dass die Menschen weltweit im Zuge der Globalisierung, erhöhter Mobilität und nahezu uneingeschränkter Kommunikationsmöglichkeiten immer näher zusammenrücken. In dieser Situation sehen sie eine wichtige Aufgabe darin, „mit aller Kraft daran zu arbeiten, dass dies zu einem Wachstumsschritt in Richtung eines friedlichen Miteinanders über alle Unterschiedlichkeiten hinweg führt“. Die kulturell vielfältige Gesellschaft fordere jede und jeden Einzelnen heraus. „Wir treffen permanent auf Menschen, die uns in irgendeiner Weise fremd sind, sei es, weil sie eine andere Sprache sprechen, sei es, weil sie von einer anderen Kultur geprägt sind oder einer anderen Religion angehören, oder sei es, weil sie eine politische Position vertreten, die unserer eigenen Überzeugung zuwiderläuft. Jedem Einzelnen mit Aufmerksamkeit und Respekt zu begegnen, trägt dazu bei, dass in unserer Gesellschaft Gräben der Ignoranz, Mauern der Abschottung und Fronten des Hasses überwunden werden.“

Die Interkulturelle Woche sei ein lebendiges Zeichen dafür, wie es gelingen könne, zusammen zu leben und zusammen zu wachsen. „Sie schenkt Freude am Miteinander und macht Mut, unser gesellschaftliches Zusammenleben zu gestalten.“ Die Vorsitzenden wenden sich mit einem Wort des Dankes an alle, die sich vor Ort für die Anliegen der Interkulturellen Woche einsetzen, und „wünschen ihnen gute Erfahrungen und Gottes Segen für ihr Engagement“.

Hinweise:

Das Gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2019 ist unten als pdf-Datei verfügbar.

Für die Vorbereitung der Interkulturellen Woche hat der Ökumenische Vorbereitungsausschuss eine Reihe von Materialien (Materialheft, Plakate und Postkarten) erstellt, die unter www.interkulturellewoche.de bestellt werden können. Dort finden Sie auch weitere Informationen.

Pressemeldung vom 21.09.2019 des Verband der Diözesen Deutschlands, Körperschaft des öffentlichen Rechts, als Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz

#PalermoAppell – Prominente für Seenotrettungs-Sofortprogramm

Europa muss das Sterben im Mittelmeer beenden. Nicht irgendwann, sondern in diesem Jahr. Es wird ein europaweiter Verteilmechanismus für die aus Seenot Geretteten als politische Notlösung gebraucht.

Die große Hilfsbereitschaft von Städten, Kommunen und Bürgern muss endlich voll genutzt werden. Hierfür hatten sich gestern der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando in einer gemeinsamen Erklärung ausgesprochen. Diese Initiative erfährt jetzt parteiübergreifend Unterstützung. Robert Habeck, Henriette Reker, Ruprecht Polenz und Gesine Schwan greifen zusammen mit Geistlichen aus Deutschland und Schweden den Palermo-Appell auf.

• Die Palermo-Erklärung finden Sie unter: https://www.ekd.de/verteilmechanismus…
• Weitere Informationen zum Thema unter: https://www.ekd.de/flucht