Kreis Steinfurt startet Online-Serie: Auswirkungen von Corona auf die Psyche

Kreis Steinfurt startet Online-Serie für Betroffene und Interessierte am 19. Januar
Experten und Expertinnen informieren / Hotline am 20. Januar geschaltet

Kreis Steinfurt. Was macht die Corona-Pandemie mit Menschen, die ohnehin schon belastet sind, an Ängsten oder an Depressionen leiden? Wo können sie in dieser Zeit Unterstützung erhalten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um psychische Erkrankungen und Belastungen werden ab Dienstag, 19. Januar, in einer Online-Serie des Amtes für Soziales, Gesundheit und Pflege gegeben. Bis Ende März stellen Experten und Expertinnen regelmäßig psychiatrische Krankheitsbilder vor, beleuchten den besonderen Aspekt Corona und benennen entsprechende Beratungsangebote. Am Tag danach ist zum jeweiligen Thema eine Hotline geschaltet.

 

Die von Dr. Anke Bösenberg und Frank Winter initiierte und organisierte Serie umfasst acht Videos zu unterschiedlichen Themen und wird durch ein Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht. „Wir freuen uns über die Landesförderung für die Serie. Damit können wir die Personen erreichen, die durch Corona zusätzlich besonders belastet sind“, sagt Bösenberg. Winter, Psychiatrie- und Suchtkoordinator, hofft, dass dieses Angebot möglichst viele anspricht: „Bei manchen sind während der Pandemie Unterstützungs- und Kontaktmöglichkeiten komplett weggebrochen. Diesen wollen wir praxisnah und niederschwellig Informationen und Ansprechpartner bieten.“ Das Angebot ist kostenlos und richtet sich auch an Angehörige und Freunde, die Betroffenen helfen möchten.

 

Beim Auftakt am 19. Januar geht es um Psychosen. Das Video ist im Internet auf dem Youtube-Kanal des Kreises Steinfurt zu sehen. Die Hotline zum Thema ist am Mittwoch, 20. Januar, geschaltet unter der Telefonnummer 02551 692899. Dr. Bernward Siegmund und Dr. Frank Röhr sind zwischen 15 und 18 Uhr zu erreichen. Alle Gesprächspersonen unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht. Das Angebot ist kostenlos.

 

Die weiteren Termine und Themen:

 

  • 27. Januar – Angststörungen
  •   9. Februar – Depressionen
  • 16. Februar – Burnout
  • 23. Februar – Persönlichkeitsstörungen
  •   1. März – Hilfe und Unterstützung für psychisch Erkrankte Menschen im Kreis Steinfurt
  •   8. März – Posttraumatische Belastungsstörung
  • 22. März – Psychosomatische Erkrankungen

„Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“

Kreis Steinfurt startet Landesinitiative für junge Erwachsene mit einer Duldung oder Gestattung

Kreis Steinfurt. Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Steinfurt als geschäftsführende Stelle hat sich jetzt zum Auftakt der Landesinitiative “Durchstarten in Ausbildung und Arbeit” mit den Teilhabemanagerinnen, Teilhabemanagern und Coaches erstmals ausgetauscht.
Im Rahmen der Landesinitiative des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS NRW) und des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI NRW) werden vorrangig junge volljährige Geflüchtete mit einer Duldung oder Gestattung bei dem Weg in Ausbildung und Arbeit unterstützt, die keinen oder nur nachrangigen Zugang zu den Regelangeboten der Ausbildungs-, Arbeits- und Sprachförderung haben.
Nach einer Bedarfs- und Angebotsanalyse im Kreis Steinfurt mit den relevanten Akteuren wurden die Bausteine “Teilhabemanagement” und “Coaching” auf den Weg gebracht, die finanziell vom Land gefördert werden und mit einem Eigenanteil des Kreises Steinfurt bezuschusst werden. Das Teilhabemanagement beinhaltet unter anderem eine rechtskreisübergreifende Beratung und vermittelt bei Bedarf in weiterführende Angebote. Das Coaching soll den jungen Menschen durch eine niederschwellige Beratung und Betreuung neue Perspektiven aufzeigen und Ausbildungs- oder Beschäftigungsabbrüche verhindern.
Die Bausteine werden im Kreis Steinfurt von den Trägern Bildungsinstitut Münster e.V., Lernen fördern e.V., Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche e.V. und der Stadt Rheine an den Standorten Greven, Steinfurt, Lengerich, Ibbenbüren und Rheine durchgeführt. Die Beratungen können an den Standorten, aufsuchend oder telefonisch, stattfinden.
Die Resonanz zum Start ist positiv. Es konnten bereits Personen erreicht und bei verschiedenen Fragestellungen unterstützt werden, die aktuell keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Angeboten haben.
Weitere Informationen sowie Flyer und Kontaktdaten finden Interessierte auf der Seite des Kommunalen Integrationszentrums unter www.kreis-steinfurt.de/integration.

Fünf Jahre “wir schaffen das”

„Wir schaffen das“ – in wenigen Tagen jährt sich der längst „berühmt“ gewordene Satz der Bundeskanzlerin Angela Merkel aus dem sog. „Sommer der Migration“ zum fünften Mal.

Seither wurde tatsächlich viel geschafft! Anlass genug, Zwischenbilanz zu ziehen. Dies gelingt dem gleichnamigen Film „Wir schaffen das – eine Bilanz“ der Caritas in NRW, der viele unterschiedliche Akteure zu Wort kommen lässt.

Wir freuen uns, dass auch ein – toller – Beitrag aus dem Münsterland vertreten ist!

Reinschauen lohnt sich: https://www.youtube.com/watch?v=jdGEiuFp1pU

 

Corona-Warn-App: Umfangreiches Material in verschiedenen Sprachen vorhanden

Seit Dienstag, 16.6.20 steht die lang angekündigte Corona-Warn-App zum Download bereit. Die Corona-Warn-App, mit der Kontaktpersonen von Corona-Infizierten schnell und einfach gewarnt werden können, soll dabei helfen, Infektionsketten früh zu erkennen und die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Sie kann eine wichtige Stütze im Kampf gegen das Virus werden. Das Prinzip hinter der Corona-Warn-App ist einfach: Je mehr Leute sie nutzen, desto schneller lassen sich Infektionsketten unterbrechen. Damit die App ein Erfolg wird, braucht es tatkräftige Unterstützung – von Institutionen, Unternehmen, aber auch von Einzelnen, die möglichst viele Menschen erreichen.
 

Die Bundesregierung hat umfangreiches Material in verschiedenen Sprachen bereit gestellt, um über die App zu informieren und zu einer Teilnahme zu animieren. Sie finden die Unterlagen unter folgendem Link:
https://styleguide.bundesregierung.de/sg-de/basiselemente/programmmarken/corona-warn-app-baukasten/corona-warn-app-der-baukasten-fuer-unterstuetzerinnen-und-unterstuetzer-1756534#tar-1

Kirchen in NRW grüßen zum Beginn des Ramadan

Religionen stehen im Dienst des Friedens
NRW. Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan wenden sich die fünf katholischen (Erz-) Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2020 mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an die muslimischen Gläubigen und die Verantwortlichen in den muslimischen Gemeinschaften. Wie das christliche Osterfest, so steht auch der heute beginnende Fastenmonat Ramadan unter dem Eindruck der Corona-Pandemie.

Angesichts des schrecklichen rassistischen Anschlags in Hanau ruft das diesjährige Grußwort der Kirchen in NRW die Verpflichtung der Religionen ins Bewusstsein, gemeinsam Hass und Extremismus zu überwinden: “Unser Dienst an der Gemeinschaft muss also wesentlich ein Dienst des Friedens sein. Dazu müssen wir überwinden, was den Frieden stört, vor allem Ungerechtigkeit, Hass und Vorurteile.”

Mit Blick auf die zurückliegende christliche Fastenzeit und den beginnenden Fastenmonat Ramadan sei der Einsatz für den Frieden bleibende Aufgabe beider Religionen: “Er ist die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben und die größte Gabe, die wir einander zukommen lassen können. In der Bibel heißt es: ‘Suche Frieden und jage ihm nach!’ (Psalm 34, Vers 15). Und auch der Koran fordert auf, ‘Frieden unter den Menschen zu stiften’ (Sure 2, Vers 224).”

Als Beispiel, wie dies unter weitaus schwierigeren Bedingungen als in Deutschland gelingen kann, greift das Grußwort den unerschrockenen Einsatz von Muslimen und Christen für Versöhnung und Verständigung in der vom Bürgerkrieg zerrissenen Zentralafrikanischen Republik auf. “Da, wo wir Empathie, Solidarität und Freundschaft üben und wo wir uns gemeinsam der Ungerechtigkeit entgegenstellen, wirken wir am Werk des Friedens mit.”

Unterzeichner des Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).
> Das Grußwort im Wortlaut (PDF)

Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus Griechenland gefordert

Die vielfältigen Stimmen werden lauter, die eine Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus den hoffnungslos überfüllten Flüchtlingscamps in Griechenland fordern. in letzter Zeit setzen sich Freiwilligen-Gruppen in Kirche und Zivilgesellschaft im Einzugsgebiet des Bistums Münster verstärkt für die Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus den Camps der griechischen Inseln ein.

Die Wohlfahrtsverbände in Nordrhein-Westfalen fordern sofortige Hilfe für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche in griechischen Flüchtlingslagern, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der freien Wohlfahrtspflege in NRW. „Die Bilder von durchnässten, frierenden, oft kranken und unversorgten Kindern sind unerträglich – hier muss gehandelt werden“, forderte der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Dr. Frank Johannes Hensel. Die Situation sei dramatisch und eine Herausforderung für alle, die sonst immer die westlichen Werte betonen. Kindern und Jugendlichen, die Angehörige in Deutschland haben, solle die sofortige Einreise erlaubt werden. Auch für Kinder ohne Angehörige müsse eine Lösung gefunden werden. „Wir können und müssen die Schwächsten da rausholen“, forderte Hensel.

Zudem: eine aktuelle Presseerklärung der Landesflüchtlingsräte und Pro Asyl zum Thema.

Gesichter einer Flucht – Ausstellung in Gelsenkirchen oder als Wanderausstellung

Rennen, laufen, hetzen über Tage, Wochen und Monate – ums reine Überleben. Weltweit fliehen mehr als 60 Millionen Menschen vor Not, Krieg und Terror. Die Hälfte davon sind Kinder. Irgendwo wird ihre Flucht vorerst ein Ende finden. Vielleicht in unserer Stadt, in unserer Nachbarschaft.

Schauen wir sie an? Freundlich, offen, neugierig?
Schauen wir weg? Gleichgültig, ablehnend, hassend?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schau mich an. Offen und mutig zeigen Asylsuchende ihre Gesichter und erzählen ihre Geschichte: Wer sie sind, warum sie fliehen mussten und was sie unterwegs erlebt haben. Wie es ihnen in Deutschland und in unserer Stadt geht.
Auch Deutsche erlebten im Zweiten Weltkrieg und in der DDR Flucht und Vertreibung. Sie berichten, wie es damals war und wie sich diese Ereignisse auf ihr Leben auswirkten.

Schicksale, die berühren und die unsere Augen für das Trauma von Krieg, Terror und Flucht öffnen:
Schau, ein Mensch.

11.12.19 – 31.01.20
RE/init e.V.
Feldhofstr. 1
45879 Gelsenkirchen
mo – fr: 08:00 – 16:00 Uhr
außer: 23. – 31.12.2019
Gruppen und Schulklassen sind herzlich willkommen – kurze Anmeldung erwünscht unter gesicht-einer-flucht@gmx.de

 

Die Ausstellung „Schau mich an – Gesicht einer Flucht“ wird gegen eine Gebühr verliehen. Die Übergabe der Ausstellung organisieren die Ausleiher*innen in der Regel selbständig. Bitte messen Sie ab, ob die Transportkisten in Ihr Auto passen (Vier Kisten: L: 100 cm x B: 44 cm x H: 30 cm). Bei weiten Entfernungen organisieren wir kostengünstig den Transport per Spediton für Sie. Sollte es keinen Anschlusstermin geben, erfolgt die Rückgabe vereinbarungsgemäß an uns.

Möchten Sie die Ausstellung in Ihre Stadt holen? Bitte schicken Sie uns eine Buchungsanfrage.

Weitere Informationen finden Sie auch in dem Flyer Wanderausstellung Schau mich an – Gesicht einer Flucht[1].